Gerade in diesen Tagen bietet der Pollenflug eine Möglichkeit zur Selbsterfahrung mit der Atmung, denn in es kommt oft zu einem starken Husten und einem Gefühl der Brustenge. Dass ärztliche Behandlungsformen mit verschiedenen Sprays und Spritzen zur Desensibilisierung fest etabliert sind, soll nicht bedeuten, dass Yogamethoden völlig ineffektiv sind, auch wenn sie nicht als „evidenz-basiert“ oder klinisch erprobiert gelten. Der Grund, dass Ärzte sich verpflichtet fühlen, den Yoga fast mit Tabu belegen, ist für mich nicht nachvollziehbar and sollte eher ein Argument für eine verantwortungsvolle Erprobung sein.
Eine für Asthma empfohlene Yogamethode ist die Wechselatmung (nadi sodhanna bzw anuloma vilom), bei der abwechselnd durch die Nasenlöcher geatmet wird.
Die Basis der Methode ist die Aufregulierung der Einatmung durch die Nasenluftströmung, die insbesondere spürbar ist, wenn durch nur eine Seite der Nase eingeatmet wird. Siehe „ It was found that the passage of air through the nose stimulates the sensory endings of the fifth nerve, thereby reflexly stimulating the vagus nerve, which results in an increased expansion of the chest.” (
http://archotol.highwire.org/cgi/con...mmary/22/5/626). D. h. die Atemluftströmung durch die Nase fördert durch Reflex die Ausdehnung der Brust und funktioniert wie ein Asthmaspray, der Asthmasymptomen wie Pfeifen in der Lunge (Giemen) und einer Verengung der Atemwege der Lunge entgegenwirkt. Für Quellen aus der Yogaproaxis, siehe
http://tinyurl.com/ycps4fz und
http://www.wellnesskomplett.de/nadi-...wechselatmung/ (Erhöhung der Lungenkapzität) und
http://www.yoga-odenwald.de/html/pranayama.html sowie
http://www.rechtsverlag.at/Solaris/lesen/vishnudev.htm.
Das Einüben der Wechselatmung führt dazu, dass man eine (natürlich nicht einseitige Luftströmung in der Nase) beim Einatmen entwickelt, die die unangenehmen Empfindungen in der Brust und die Kurzatmigkeit besiegt. Viel Erfolg, Richard Friedel.