Erstmal eine schönen Sonntag wünsche ich!
Also, ich leide seit meinem 14. Lebensjahr (jetzt bin ich 21) am stärksten im Frühjahr unter Heuschnupfen, ca. Mitte April bis Anfang Juni. Anfangs ging es noch einigermaßen mit den klassischen Sympthomen wie Augenjucken und verstopfter Nase. Leider haben von Anfang an auch keine freiverkäuflichen Mittelchen aus der Apotheke geholfen, weder Tabletten, noch Sprays für die Nase oder Augentropfen. Egal in welcher Wirkstoffkombination (Mal ganz zu schweigen von den ganzen Hausmittelchen, wie Haare vor dem Schlafen gehen waschen, Händtücher regelmäßig wechseln und Fester geschlossen lassen etc.). Die ersten Jahre habe ich das einfach hingenommen.
Es wurde von Jahr zu Jahr immer schlimmer bis ich seit ein paar Jahren auch fiesen allgerischen Husten dazu bekommen habe. Kennen wahrscheinlich viele von Euch... Man hat das Gefühl beim Einatmen nur die hälfte der Lunge mit Luft füllen zu können und es juckt im Rückenbereich von innen, so dass kein Kratzen helfen könnte. Von Dauerkopfschmerz und ständiger Müdigkeit mal ganz abgesehen...
Daraufhin bin ich dann doch mal zum Arzt gegangen und habe mir diverse Kortisonpülverchen zum Einatmen verschreiben lassen. Das half zumindest gegen den Husten immer sehr gut, die anderen Beschwerden blieben leider.
Ich dachte, dieses Jahr bin ich schlauer und bin nach zwei Wochen gemeiner Beschwerden zum Arzt gegangen. Das war am vorletzten Fr. (25.04), der kennt ja das alte Leid und hat mir dieses Mal eine Kortisonsprize in den "Allerwertesten" gedonnert.

Na ja, wer gegen die üblichen Mittel resistent zu sein scheint, nimmt das gerne in Kauf. Gerade auch weil es als "letzter Ausweg" oft beschrieben wird. Mir wurde gesagt, dass diese Spritze mind. ca. 1 Monat halten soll, aber eigentlich die Menge an Wirkstoff enthält um eine ganze Saison beschwerdefrei zu sein...
(Ich muss dazu sagen, dass ich als Kind und auch heute sehr wenig Medikamente zu mir nehme um z.B. kleine Wehwehchen wie Kopfschmerzen zu lindern, ich sitze das meistens einfach aus!)
... Und Tatsächlich, ich dachte ich werd weich: 2 Stunden später nach einem Nickerchen waren fast alle Beschwerden weg. Eeeeendlich ohne verstopfte Nase und verklebte Augen aufgewacht! Ich fühlte mich wie neu geboren. Ich bin durch die Gegend gehüpft und hätte meinem Arzt am liebsten Blumen und Pralinen geschickt! Dass das rechte Bein ein wenig schlaff war (so wie nach einer Impfung der Arm, meistens), hat mich so gar nicht gestört.
Tja... knapp eine Woche später, also diesen Donnerstag (1. Mai) ging der ganze Zirkus wieder von vorne los! Meine Nase ist zu, meine Augen tränen schlimm, bin Schläfrig und mein Hirn fühlt sich zum platzen gespannt an!
Seit ich dann auch noch die Tage über bis heute merken musste, dass es keine vorrübergehende Erscheinung ist, sondern dass alles wieder ist wie vorher, bin ich den Tränen nahe und total verzweifelt und unglücklich. Will aber nicht schon wieder zum Arzt... Komme mir blöd dabei vor.
Muss jetzt normales Schnupfennasenspray benutzen um nicht, auf Grund der ständig verstopften Nase, vollkommen verrückt zu werden. Dumm ist nur, dass der Kram auch irgendwann "abhängig" macht und eher mäßig und kurzfristig hilft.
Entschuldigt diesen Roman!
Hat jemand von Euch auch diese Erfahrung machen müssen, bzw. weiß jemand was die Wirkung von dieser hohen Dosis an Kortison so schnell abklingen lassen- oder hemmen kann?
Lieben Dank im vorraus.
Viele Grüße,
Anne