Eine Milbenallergie ist etwas tückisches, denn wenn man vor etwas nicht entkommen kann, dann ist es die Hausstaubmilbe. Sie steckt in fast jedem Baumwollteil und fühlt sich im heimischen Bett am wohlsten. Hier ist es warm, feucht und sie bekommt, durch die menschlichen Schuppen -ja auch du verlierst in der Nacht welche-, reichlich zu fressen. Der ideale Ort um eine Kolonie zu gründen.
Wurde bei dir die Diagnose, Hausstaubmilbenallergie gestellt, so ist es zwar ärgerlich, aber nicht Lebensbedrohlich, sofern du etwas dagegen tust. Leider ist dies eine Lebensphase wo du gewohnte Rituale und Gewohnheiten etwas überdenken sollst. Folgende Fragen solltest du dir stellen:
INHALT
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1) Ist mein Bett für meine neue Lebensphase geeignet?
2) Was kann ich tun um der Verbreitung der Milbe einzuschränken?
3) In wie fern kann mich die Krankenkasse unterstützen?
4) Wie steht es mit Kreuzallergien?
5) Wie richte ich mein Schlafzimmer richtig ein?
6) Wie halte ich mein Schlafzimmer sauber?
7) Fehler in der Diagnose
8) Quellen
In der Regel bieten alle Krankenkassen ein umfangreiches Angebot an Informationsmaterialien an.
1) Ist mein Bett für meine neue Lebensphase geeignet?
Diesen Punkt solltest du sehr ernst nehmen, schließlich verbringst du hier sehr viel Zeit in der du dich erholen möchtest um dich in der Früh gut zu fühlen. Im Grundsatz sollte ein Bett einer Couch vorgezogen werden. Dies hat 2 Vorteile. Zum einen kann man hier passgenaue Bettbezüge kaufen und zum anderen kann man die Matratzen wechseln bzw. zum Lüften ins freie Stellen.
Es gibt viele Unternehmen welche auf die Herstellung geeigneter Bettbezüge (so genannte
Encasings) spezialisiert sind. Diese Bettbezüge haben eine Feinheit, die das normale Bettzeug nicht hat. Die einzelnen Fasern des Stoffes sind engmaschiger vernetzt. Das hat den Vorteil, das die Milben nicht an die Oberfläche gelangen können, da die Schlupflöcher des Matratzenbezuges zu klein sind. Diese Bettbezüge müssen natürlich vorsichtig und wie vom Hersteller angegeben gewaschen werden um die Struktur des Stoffes nicht zu beschädigen. Desweiteren solltest du dir spezielles Schlafequipment anschaffen, ein neues spezielles Kissen und eine neue Decke. Diese Unterscheiden sich gegenüber den herkömmlichen im Stoff. Hier werden meist Kunstfasern verwendet, wo sich die Milben gar nicht wohl fühlen können. Somit schränkst du den kleinen Lebensbegleitern den Lebensraum stark ein. Diese speziellen Bezüge, Kissen und Decke bekommt man in einem gut sortierten Fachgeschäft oder im Internet, einfach mal Frau Google, oder ein Bettfachgeschäft in deiner Nähe fragen.
2) Was kann ich tun um der Verbreitung der Milbe einzuschränken?
Ganz wichtig ist regelmäßiges Auslüften der Matratze, des Kopfkissens und der Decke vor allem in den frostigen Tagen. Auch sollte die Bettwäsche (nicht die Allergiebezüge) öfters gewechselt werden. Nach Möglichkeit sollte auch ein Pyjama getragen werden, damit die Hautschuppen nicht direkt im Bett landen und als Futter genutzt werden können. Unter Umständen macht eine Haarwäsche vor dem Schlafengehen Sinn, da hier die Kopfhautschuppen abgewaschen werden und den unfreiwilligen Haustierchen nicht als Happi-happi dienen.
In Regelmäßigen Intervallen sollte auch eine Dampfreinigung der Matratze vollzogen werden. Solche Reinigungsgeräte (ähneln einem Staubsauger) kann man sich in Reinigungen leihen oder gleich in eins investieren, diese Geräte sind vielseitig anwendbar, es gibt aber auch kleinere, handlichere und günstigere Geräte.
Auf mysteriöse Sprühfläschchen, welche den Tod der Tierchen versprechen sollte verzichtet werden, da hier weniger die Milben erleiden als der Geldbeutel.
Auf regelmäßiges Stoßlüften sollte geachtet werden.
3) In wie fern kann mich die Krankenkasse unterstützen?
Die Krankenkassen finanzieren oft die präventiven Maßnahmen, wie Bettbezüge, die doch eine Stange Geld kosten. Deshalb sollte man sich VOR der Anschaffung mit der Krankenkasse in Verbindung setzen. Viele haben ihre eigens, ausgewählten Lieferanten dieser Bettwäsche. Du gibst einfach an welche Maße dein Bett hat und die schicken dir das passende Bezug zu. Unter Umständen. ist auch ein Doppelbett kein Problem, da manche Krankenkassen auch den Bezug des Partners bezahlen.
4) Wie steht es mit Kreuzallergien?
Kreuzallergien sind Artverwandte Allergien. Die Allergene ähneln der Hauptallergie, weshalb der Körper versucht auch diese harmlosen Allergene mit den speziell dafür geschaffenen IgE‘n zu beseitigen. Die Symptomatik ist die Gleiche, laufende Nase, juckende und tränende Augen usw… Es gibt natürlich bekannte Kreuzallergien. Bei der Hausstaubmilbenallergie zählen hier z.B. die Krustentieren, Meeresfrüchte oder gewisse Bestandteile im Tierfutter. Deshalb sollte auch hierauf geachtet werden.
5) Wie richte ich mein Schlafzimmer richtig ein?
Das Schlafzimmer sollte so schlicht wie möglich gehalten werden. Es sollten auf jeden Fall keine Pflanzen oder sonstige unnötige Gegenstände stationiert werden, aber auch Vorhänge sollte möglichst verzichtet werden, da das ein Staubsammler ist.
6) Wie halte ich mein Schlafzimmer sauber?
Auf die Hygiene sollte viel Wert gelegt werden. Staubwischen sollte ein elementarer Bestandteil dieser Tätigkeit sein. Um beim Staubwischen, Staubverwirbelungen vorzubeugen sollte ein gut angefeuchtetes Tuch verwendet werden und öfters unter kaltem Wasser abgespült werden.
Das Staubsaugen sollte nicht mit einem 0815 Staubsauger erfolgen, den diese schleudern einen großen Teil des eingesaugten Staubes wieder hinten raus, welchen einen negativen Effekt auf das Wohlbefinden des Betroffen ausüben könnte. Mittlerweile gibt es hochwertigere Staubsauger die mit Wasser oder mit speziellen Filtern arbeiten, da bleibt dann „fast“ alles drin was eingesaugt wird.
7) Fehler in der Diagnose
Bei einer Hausstaubmilbenallergie kommt eine Falschdiagnose nicht selten vor.
Wurde solch eine Diagnose gestellt, gilt es auch eine Schimmelpilzallergie abzuklären, schließlich kann diese für die Beschwerden verantwortlich sein und nicht die Hausstaubmilbe direkt. Gewisse Studien in Deutschland besagen das die Zahl der Allergiker auf über 30 Millionen Mitbürger angestiegen ist, wovon allein circa 30% von einer Schimmelpilzallergie betroffen sind, dicht gefolgt mit 20% Hausstaub- und Milbenallergien. Jetzt frägt der ein oder andere, warum er beim letzten Pricktest positiv auf Hausstaub reagiert hat! Nun ja, das ist auch eine begründete Frage. Hierzu müssen wir uns mal die Nahrung der Hausstaubmilbe anschauen. Was allen bekannt ist, frisst diese menschliche Hautschuppen. Doch was nicht gängige Information ist, das die Hausstaubmilbe auch Schimmelpilzsporen ist, somit ist der Kot den sie ausscheidet auch Schimmelpilzhaltig. Ein Allergiker reagiert auf das ausgeschiedene der Milbe. Bei einer Schimmelpilzallergie, ist die die Milbe bzw. der Kot der Milbe das eigentliche Problemen, sondern vielmehr der Inhalt des Kots den die Milbe ausscheidet, den diese ist beim Schimmelverzehr eben Schimmelhaltig.
Es gibt Methoden sowas abzuklären, hierzu kann man seine Bettzeug auf ein Nährboden ausschütteln, ca. 3-5 Tage wachsen lassen und dann mit einer Blutprobe auf diese Pilzmischung testen. Kommt hier ein Positives Ergebnis raus, gilt es auch abzuklären ob es im Haus bzw. in der Wohnung versteckte Schimmelstellen gibt, welche dann von einem Fachmann saniert werden müssen.
8) Quellen
allergie-milben.de
netdoktor.de
kkh-allianz.de