Hallo Greg,
dieser Beitrag wird jetzt etwas ausführlich -ich werde mir Mühe geben diesen im Rahmen zu lassen - weil meine Krankheitsgeschichte sehr lange und sehr ausgeprägt ist. Ich bin mir sicher, das du mit ihr nicht in Depressionen verfällst
(Ganz unten stehen die wichtigsten Sachen kurzgefasst)
Alles begann vor ca. 10 Jahren, an einem alltäglichen Abend, während dem TV Sehen (Herr der Ringe). Ich aß, ich meine es war irgendwas gebackenes und trank eine Kakaomilch. Sehr plötzlich packte mich ein heftiger Reizhusten, mein ganzer Halsbereich -vorallem im Bereich Kehlkopf bis hin zur Luftröhre- juckte, kratze und zog sehr unangenehm. Kann ja mal vorkommen, dachte ich mir und hustet feucht, fröhlich vor mich hin. Doch das Angefangene hatte kein Ende, nach ca. einer Woche ging ich zum Dok -Hausarzt-. Die Diagnose war sehr schnell gemacht, leichter Infekt der Atemwege. Nimm bitte diesen Inhalator und benutze diesen 2x täglich hieß die Therapie damals. Gesagt, getan! Nach einigen Tagen traten tatsächlich Besserungen ans Tageslicht. Der nächste Besuch meines Hausarztes machte mich um eine Überwesung zum Lungenfacharzt reicher.
Ein Termin war schnell gemacht. Beim Lungenfacharzt stand das Standardprogramm auf der Agenda. Lungenfunktionstest, Bronchenreiztest, Allergietest, Blutabnahme mit einem anschließendem, persönlichen Gespräch. Auch hier stand die Diagnose sehr schnell fest, Asthma bronchiale -bis hier hatte ich noch keinen einzigen Atemnotanfall-. Viano forte hieß hier die Therapie, 2 Hübe Morgens und 2 Hübe Abends. Die Stille Botschaft, die mir vorenthalten blieb war, "Junge nimm dieses super Mittel bis an dein Lebensende, dann packst du es schon". Jung, dynamisch und unerfahren ging ich Heim und begann dieses Präperat einzunehmen, natürlich trat hier bereits nach kurzer Zeit eine linderung bzw. Besserung ein. Wow, dachte ich mir, es ist völlig weg, na dann nichts wie weg mit diesem Zeug. Einige Tage später fingen die gleichen Sympthome erneut an sich durchzusetzen, erneut kramte ich diesen Diskus aus dem Regal und begann fleißig zu inhalieren. So ging es einige Monate. Dann wechselte ich meinen Lungenfacharzt, weil mein alter Arzt nicht der gesprächigste war. Dieser war so ehrlich und sagte mir ich müsse dieses Mittel wirklich für immer nehmen. Egal, dachte ich mir, dann nehm ich es halt für immer. Bis hier hatte ich folgende Sympthome:
- Reizhusten (mal besser, mal schlechter)
- eitrigen, klebrigen und sehr festen Auswurf (zeitlang auch Trockenen Husten)
- Einen komischen Blut-/Metallgeschmack beim Aushusten
- Unwohlsein
Wenn das, nach einem Ende meiner Story klingt, dann muss ich leider enttäsuchen, es geht mit Galopp weiter.
Eines schönen Tages bekamm ich heftige Zahnschmerzen im rechten Oberkiefer. Zahn tut weh, ganz klar, ich muss zu einem Zahnarzt. Röntgen, gucken, durchschnaufen ... ich kann nichts erkennen, sagte mein Zahnarzt zu mir. Es könnte natürlich Zahnsteinsein, wenn sie möchten dann bohr ich das auf. Klar, sie sind der Dok! Gesagt getan, jetzt enthielt mein Inventar auch noch ein Zahnloch mehr. Alles was er versuchte half nichts. Letzte Diagnose Weisheitszahn, dieses Ding braucht je kein Mensch. Mein Inventar füllte sich stetig, jetzt hatte ich eine Überweisung zum Kieferorthopäden. Dieser hebelte mir den Weisheitszahn raus, doch Hilfe brachte das keine. Beim Fäden ziehen, sagte ein junter Arzt -in der gleichen Praxis- zu mir, "ihre ganze rechte Kieferhöhle ist zu. Ich gebe Ihnen Antibiotika, dann sollte es besser werden. Wow, dachte ich mir, man kan mir doch helfen. Die Einnahme des Antibiotikums war recht problemlos und sehr erfolgreich. Meine Zahnschmerzen verschwanden und ich fühlte mich von Tag zu Tag besser. Nach dem 10-ten Tag schmiss ich die AB Packung in den Mülleimer und dachte mir so jetzt bist du wieder der Alte. Aber auch dieser Gedanke sollte noch nicht all zu weit abgelegt werden, denn nach knapp 2 Tagen ging der Kreislauf wieder los. Zahnweh, Schnupfen, verstopfte Nase.
Dieser Kreislauf wiederholte sich etwliche Male, ihm folgten natürlich auch etliche Male AB Einnahme, doch jedes Mal kamen die gleichen Beschwerden wieder. Dann gingen die Zahnschmerzen weg und die Entzündung verteilte sich gleichmäßig auch im linken Nasenbereich, dann wurde es immer schlechter mit dem Geruchssinn. Nach ca. 6 Jahren waren die Nasenhöhlen sehr stark von Polypen verwachsen, das riechen war ohne Chemie kaum mehr drin. Ich war gezwungen eine NNH-OP über mich ergehen zu lassen. Diese verschaffte mir eine Besserung von knapp einem Monat, dann ging das Ganze erneut von vorne los, Nase schwellte immer mehr zu, der Geruchssinn verschwand und kam gelgentlich wieder. Hier vergaß ich meine Lungenprobleme, da ich diese mit dem Viani gut unter Kontrolle hatte -auch bis hier keine einzige Atemnotattacke-. Die Nase beherrschte mein Leben immer mehr und mehr. Meine Lebensqualität verschwand von Tag zu Tag, Depressionen schlichen sich ein, ich war fertig mit der Welt. Es ging soweit das die NNH so heftig angegriffen waren, das die vorderen Zähne taub wurden und ich eins meiner Augen kaum schließen konnte. AB verschaffte Abhilfe. Hier hör ich mal auf, dieser Teufelskreis wiederholte sich immer und immer wieder.
Mein Akuteller Stand ist, das ich die Lunge -immer noch mit Viani- gut unter Kontrolle halten kann. Aber die NNH bzw. einfach alles was mit der Nase zu tun hat einfach nicht in den Griff bekomme. Nase ist immer zu, muss ständig kortisonhaltiges Nasenspray einnehmen um überhaupt durch diese atmen zu können. Geruchssinn ist für mich purer Luxus, welchen ich sehr, sehr selten genieße. Wenn ich diese Schmerzen bzw. die unangenehemen Gefühle in der Nase gar nicht mehr ertragen kann mache ich eine Kortison-Stoß-Therapie über 6-8 Tage, was mir gut hilft und ca. 2-3 Wochen hällt, bis der Kreislauf die nächste Runde fordert.
Bei der Schulmedizin bin ich schon alle Etagen durch, meine Ärzte wissen nichts mit mir anzufangen, weil nichts anschlägt, muss mich bei denen wegen Rezepten (Viani und Nasenspray) regelmäßig melden, aber neue Erkenntnisse gab es seit Jahren keine.
Anbei noch eine kurze Zusammenfassung über meinen aktuellen Zustand:
BESCHWERDEN:
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- Allergische Sympthome, Nasenjucken, Nasenbrennen geschwollene Nasenschleimhaut, eitriger, zähher und teils klebriger Schleim in der Nase
- Nasenatmung ohne Chemie gar nicht mehr möglich
- Geruchssinn quasi 0!
- Sehstärke ist stark zurückgegangen
- ständigen Hüsteln (teils mit Auswurf, teils trocken)
- im Halsbereich geschwollene Lymphknoten (auch unter den Achseln)
- des öffteren schmerzende Bläschen im Mund bzw. auf Zahnfleisch
- uvm ...
BLUTBILD (14.05.2009):
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- Blutbild bis auf IgE und Eosenophile unauffällig
- MCHC 32,7 g/dl (-)
- Eosenophile 11% (++)
- IgE 277 kU/l
- GOT leicht erhöht
Diese Werte sind fast immer konstant.
Allergietests sind bis auf Hausstauballergie (mittlere Stärke) alle negativ!!!
Das Bett wurde saniert (spez. Bezüge, Kissen, Decke etc...).
Ein Versuch mit Lebensmitteln zu experementieren (immer wieder andere Sachen über einen längeren Zeitraum wegzulassen) blieg erfolglos.
Das einzige Mal als es mir besser ging, war als ich 1,5 Wochen gefastet habe, doch bei der ersten Portion Reis (natur) schwoll die Nase wieder an.
Was ich sehr interessant finde, allerdings nicht die Ärzte ist die Tatsache, dass bei mir der sogenannte Etagenwechsel in umgekehrter Richtung stattgefunden hat.
So das war es erstmal von mir, sollte ich etwas vergessen haben so gib mir Bescheid.
Und nun bin ich über deine Meinung sehr gespannt!!!
Danke!!!