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06.11.2009, 23:04
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #1
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 06.11.2009
Beiträge: 2
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Anapen im Kindergarten ...?
Hallo,
meine Tochter (4 Jahre) hat eine Erdnussallergie RAST-Klasse 6! Unser Kinderarzt/ Allergologe hat uns jetzt einen Anapen verschrieben. Cetirizin-Saft, Infectocortikrupp-Zäpfchen und einen Salbutamol-Inhalator haben wie schon. Den Anapen (einen Zweiten!) wollten wir natürlich auch in den Kindergarten für den Notfall geben. Mit den bisherigen Notfallmedikamenten gab es auch kein Problem, aber mit dem Anapen ist die Kita-Leiterin nicht einverstanden... Eine Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes hat gesagt, sie "würde es nicht empfehlen, so etwas in einer Kindereinrichtung zu benutzen". Wir haben uns jetzt mit der Leiterin darauf "geeinigt", dass im Notfall nur der Saft und das Zäpfchen gegeben werden (auch nicht der Inhalator). Man könnte von den Erziehern nicht verlangen, dass Sie im Notfall selbständig entscheiden, welches Medikament gegeben werden soll! ... vier verschiedene Medikamente wäre zu viel!!
Wir befürchten aber, dass der Anapen im Notfall eine entscheidende Rolle spielen könnten. Immerhin hat uns der Kinderarzt diesen aufgrund der Stärke der Allergie auch verschrieben!
Kennt jemand einen ähnlichen Fall und weiß, wie man die Kita-Leitung überzeugen kann? eventuell Schulung organisieren o.Ä.?
Unserern Arzt können wir ersmal nicht fragen, der ist noch 2 Wochen im Urlaub ...
Schon mal Danke für Eure Antworten ....
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07.11.2009, 09:48
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #2
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 23.09.2009
Beiträge: 138
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Anapen junior?
Das ist die Junior-Version, oder?
Ein schwieriges Thema. Die Kita-Leute fühlen sich wahrscheinlich überfordert mit der Sache. Besonders mit der Spritze, also dem Anapen. Möglicherweise wärde es etwas bringen, wenn man mal den Arzt fragt, oder er mit der Kita reden kann bzw. dort "schulen" (schließlich kann sowas immer wieder mal sein).
Zudem kann man noch bei anderen Kitas fragen, ob die ein Problem damit hätten und wenn es möglich ist die Kita dann wechseln.
Sonst kann man nur versuchen die Leute dort zu überzeugen bzw ihnen die Angst zu nehemen (die denken sicher sie könnten etwas falsch machen und dann vor dem Gericht laden oder so). Dabei ist bei einem Schock der Anapen schon sehr nützlich...
Ich hab als Sanitäter die Erfahrung gemacht, dass gut geschulte Leute sich mehr trauen. Wer also einen 8Stunden Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat, hilft meist nicht. Wer 40Stunden gemacht hat hilft fast sicher im Notfall. Das bedeutet wer sich gut ausgebildet/informiert fühlt traut sich auch mal einen Pen zu verwenden (bzw den richtigen Moment zu erkennen). Daher mein Rat: versuchen sie eine Schulung zu organisieren...
Auf jeden Fall wünsch ich viel Glück, dass der Pen nie verwendung finden möge!
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07.11.2009, 14:08
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #3
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 11.05.2009
Ort: Princeton ;)
Beiträge: 432
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Nothilfe-Pen
Dem Gesagten von Milbenallergiker kann ich nur zustimmen!
In vielen Akut-Fällen ist der passende Spritzpen die sicherste, zuverlässigste und vor allem: SCHNELLSTE! Rettung!
So kompliziert sind die Dinger nicht. Mit der korrekten Anleitung kann jeder Laie diese Dinger benutzen. Nehmt den Typen in der Kita die Angst und erklärt ihnen sachlich, daß diese Methode meist die beste ist.
Greg
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07.11.2009, 20:56
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #4
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 06.11.2009
Beiträge: 2
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Anapen Kita
Hallo,
erstmal danke für eure Antworten. Ich bin Arzthelferin und habe mit einem DemoGerät sogar schon vorgeführt, wie der Anapen im Notfall anzuwenden
wäre. Habe auf sämtliche möglichen Syptome eines Schocks hingewiesen und damit wahrscheinlich eher Unsicherheit gestiftet (wann welches Medikament usw.). Cetirizin-Saft, Cortison-Zäpfchen und Salbutamol-Spray ist ja auch noch da. Das war wahrscheinlich ein Fehler. Ich häte mich gleich auf den Anapen beschränken sollen. Schließlich ist er der die sicherste Behandlungsmethode. Und ein Notarzt muss ja eh gerufen werden. Was solls. Jetzt hilft echt nur noch, den Doc selbst in die Spur zu schicken. Hoffentlich bringts was. Muss aber warten, der hat jetzt Urlaub. In der Zeit hoffe ich mal, dass der Erntfal nicht eintritt, bisher ist es immer glimpflich verlaufen.
Gruß Dani
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07.11.2009, 22:02
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #5
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 11.05.2009
Ort: Princeton ;)
Beiträge: 432
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Viel Glück! Sonst frag doch einen anderen Spezi, ob der denen in der Kita nicht "Feuer unterm Hintern" machen kann. In Notfall selbst nochmal probieren - aber dann mit mehr Nachdruck. Oft hilft das.
Greg
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12.11.2009, 20:49
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #6
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.11.2009
Beiträge: 3
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Anapen
Hallo,
auch bei uns war das anfangs ein Thema. Ich hatte ein Gespräch vorab mit einer Ärztin und einer Psychologin ob meine Tochter aufgrund der Allergie als Integrationskind in einer Integrationsgruppe sein sollte. Diese Ärztin sagte, dass Verabreichung von Medikamenten im Kindergarten nicht möglich ist. Die Leiterin des Kindergarten hätte sich bereit erklärt jedoch konnte sie nicht diese Ärztin umgehen.
Wie sich später herausstellte war diese Ärztin gar nicht für unseren Bezirk zuständig. Die zuständige Ärztin hat sich dann bei mir entschuldigt und mir mitgeteilt, dass es selbstverständlich in so einem Fall möglich ist Medikamente zu verabreichen (auch für Diabetiker und Epileptiker etc.).
Außerdem hat unser behandelnde Arzt eine Einschulung für das gesamte Kindergartenpersonal inklusive der zuständigen Ärztin durchgeführt, was im Notfall zu tun ist. Das war sicher wichtig für alle im Kindergarten um sich sicherer zu fühlen.
Wünsche euch, dass es auch so ausgeht bei euch!!!!
viele Grüße
Judith
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13.11.2009, 17:27
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #7
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 11.05.2009
Ort: Princeton ;)
Beiträge: 432
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Zitat:
Zitat von keli
Hallo,
auch bei uns war das anfangs ein Thema. ...
Wünsche euch, dass es auch so ausgeht bei euch!!!!
viele Grüße
Judith
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Dem kann ich mich nur anschließen!
Greg
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12.05.2010, 12:59
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #8
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.05.2010
Beiträge: 1
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Anaphylaxie-Schulung
Hallo,
ich habe auch einen 6-jährigen Sohn, der seit seinem 2. Lebensjahr an einer schweren Erdnuss-Allergie (Cap-Klasse 5) leidet. Wir haben auch das Notfallset bestehend aus Anapen, Cetirizin-Saft und Rectodelt-Zäpfchen, letzteres war bisher in der Kita ganz okay, aber wenn mein Sohn im Sommer in die Schule kommt, ist dieses Zäpfchen wohl nicht so ganz das Mittel der Wahl.
Wir hatten in der Kita auch große Vorbehalte und unser Kinderarzt war nicht so engagiert wie andere es hier im Forum erlebt haben. Unsere KA sah seine Schuldigkeit mit dem Verschreiben des Anapens als erledigt an.
Ich habe gerade in den letzten 2 Wochen an einer 8 stündigen Anaphylaxie-Schulung der Charite in teilgenommen und kann nur jedem empfehlen, dieses nach Möglichkeit auch zu tun, denn man bekommt doch unglaublich viele Infos, gerade auch auf die für uns alle interessante Frage, in wieweit Erzieher/Lehrer dazu verpflichtet sind, den Anapen zu benutzen.
Mich hat es doch sehr schockkiert zu hören, dass die ihre Pflicht erfüllt haben und keinerlei Probleme zu erwarten haben,wenn sie die 112 gewählt haben. Sie sind nicht verpflichtet, weitergehende erste Hilfe zu leisten. Im Fall eines Schocks kann das für unsere Kinder aber lebensbedrohlich sein. Wir können ja nicht sicher sein, dass die Kinder noch in der Lage sind, den Pen selbst zu setzen. Also kann man nur hoffen, und betteln, dass es einen Erzieher gibt oder vielleicht sogar einen Lehrer der im schlimmsten Fall über seinen Schatten springt, anstatt das Kind ersticken zu lassen.
Bei unseren Erziehern war das gar kein Thema, die haben sich schulen lassen, und da hatten wir immer ein gutes Gefühl. Wobei ich glaube, dass das wichtigste Schulungsobjekt das betreffende Kind selbst ist, denn Vermeidung des Allergens ist der wichtigste Aspekt. Ich habe einen Anapen-Trainer und schule so regelmäßig alle Freunde, Verwandte und Bekannte für den Notfall. dabei ist es glaube ich total wichtig Ihnen die Angst zu nehmen etwas falsch zu machen. Auch wenn der Pen nicht nötig gewesen wäre, hat die Injektion genauso wie die Gabe von Cortison und Histamin überhaupt keine Folgen für die Kinder, es ist dann halt so, als ob sie 20 Tassen Kaffee getrunken hätten, und davon ist noch keiner gestorben. Also immer wieder darauf hinweisen, dass die Notfallmedikamente nur Substanzen enthalten, die der Körper ohnehin selbst produziert und keine Gefahr besteht...im Gegenteil, im Ernstfall rettet das Leben.
Viele Grüße
emse
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17.04.2011, 14:57
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #9
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 17.04.2011
Beiträge: 3
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Hallo,
bei uns ist die Erdnuss-Allergie gerade frisch diagnostiziert worden. Auch wir bekamen das komplette Notfallset verschrieben. Zusätzlich gab uns die Ärztin einen Flyer der bea-stiftung mit, die kostenfreie Schulungen in Kindergärten und Schulen anbieten - allerdings nur in Berlin. Vielleicht hilft Dir die Seite trotzdem weiter.
Wir haben das Glück, das unsere Kleine bei einer sehr kompetenten Tagesmutter ist und wir mit dem Anapen-Trainer alle Kontaktpersonen den Notfall schulen. Lieber eine Spritze zuviel, als das mein Kind erstickt. Selbst der große Bruder ( 8 Jahre) übt regelmäßig mit dem Trainer und dem Inhalator. Wir haben eine Tasche zusammengestellt, wo sämtliche Medis drinne sind und der Notfallpass in Kopie. Selbst hier ist beschrieben, bei welchen Symptomen eher die leichten Medis gegeben werden sollten und welche im Notfall. (Wir haben die Anweisung, falls wir sehen, das unsere Tochter eine Erdnuß ist, ab dem ersten Symptom (Augentränen oder Niesen oder Quaddel auf der Haut etc.) sofort die Spritze zu geben. Vielleicht kann euch die bea-Stiftung weiterhelfen und ähnliche Stiftungen in eurem Umfeld anbieten.
Viel Glück
Andrea
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02.12.2011, 22:46
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Anapen im Kindergarten ...? Beitrag #10
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 02.12.2011
Beiträge: 1
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Zitat:
Zitat von jdldani
Hallo,
erstmal danke für eure Antworten. Ich bin Arzthelferin und habe mit einem DemoGerät sogar schon vorgeführt, wie der Anapen im Notfall anzuwenden
wäre. Habe auf sämtliche möglichen Syptome eines Schocks hingewiesen und damit wahrscheinlich eher Unsicherheit gestiftet (wann welches Medikament usw.). Cetirizin-Saft, Cortison-Zäpfchen und Salbutamol-Spray ist ja auch noch da. Das war wahrscheinlich ein Fehler. Ich häte mich gleich auf den Anapen beschränken sollen. Schließlich ist er der die sicherste Behandlungsmethode. Und ein Notarzt muss ja eh gerufen werden. Was solls. Jetzt hilft echt nur noch, den Doc selbst in die Spur zu schicken. Hoffentlich bringts was. Muss aber warten, der hat jetzt Urlaub. In der Zeit hoffe ich mal, dass der Erntfal nicht eintritt, bisher ist es immer glimpflich verlaufen.
Gruß Dani
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Ist Mist mit den Symptomen, aber Anapen gibt mir Sicherheit. Ich habe Probleme mit Nahrungsmitteln gehabt. Äpfel sind schlimm gewesen. Seit einer Immuntherapie mit Clustoid (eigentlich gegen meine Birkenallergie mit Heuschnupfen und Augenjucken) habe ich auch mit Äpfeln scheinbar keine großen Probleme mehr (mein Arzt meint, das wär logisch, aber ich blicke da nix), aber den Anapen habe ich trotzdem bei mir, aus Sicherheit. Früher habe ich den schon einmal anwenden müssen, da war Panik bei mir, aber das Ding hat zuverlässig funktioniert und hat mich gerettet (trotzdem Notarzt, volles Programm, aber der Sani meinte, wenn ich mir den Pen nicht gegeben hätte, dann wär´s wohl aus gewesen...). Kann mir jemand das mit der Birken-Immuntherapie (Desensibilisierung mit dem Präparat "Clustoid") erklären, warum das auch mit Äpfeln was zu tun hat oder ist das eine Spontanheilung oder was auch immer?? ich bin unsicher...
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