Allergietests – Welche gibt es und wie funktionierts?
Also, zunächst mal, Allergie ist griechisch und bedeutet „Verrichtung. Entweder ist die Veranlagung angeboren oder wird erworben durch Langzeitkontakte zum Allergen. Es gibt vier Typen von Allergien, die ich aber besser mal in einem Extra-Beitrag erklären sollte – rein der Übersichtlichkeit halber.
Tests beinhalten den Haut-Test (auch bekannt als PRICK), den Radio-Allergo-Sorbent-Test und den Radio-Immuno-Sorbent-Test. Was diese im einzelnen bedeuten, und wie sie funktionieren, folgt jetzt (ich versuch’s, es so einfach wie möglich zu machen):
1.) Hauttest: hier wird die Empfindlichkeit des Organismus durch Auftrag von Antigenen (meist die verdächtigen Allergene selbst in Lösungen) auf die Haut aufgetragen, oder mit tieferen Hautschichten durch Einritzen in Kontakt gebracht.
Sonderformen: Epikutan-Test: dient zum Nachweis von allergischen Kontaktsensibilisierungen. Hier wird die vermutete Substanz per Trägermaterial (vergleichbar einer Creme-Mischung) auf Rücken oder Oberarm aufgebracht und eine eventuelle Reaktion nach 48 Stunden geprüft.
Intrakutan-Test: wie Epikutan, aber hier werden die Allergene in geringen Mengen (max. 0,05 ml) in die obere Rückenhaut gespritzt. Man macht das meist als Gegenkontrolle, wenn der eher übliche PRICK negativ ausfallen sollte, aber trotzdem ein Verdacht auf eine Allergie besteht.
2.) Radio-Allergo-Sorbent-Test: nicht mehr so stark in Gebrauch, hier wird die Menge an IgE im Serum nachgewiesen, inzwischen ist dieser Test ersetzt durch den Enzym-A-S-T. Das Ganze funktioniert so: die Serumprobe wird auf ein Trägermaterial plus Test-Antigen aufgebracht, dann für eine gewisse Zeit bei einer bestimmten Temperatur gelagert. Dabei bilden sich die entsprechenden Verbindungen (sofern vorhanden), die dann mit radioaktiv markierten Anti-IgE-Antikörpern nachgewiesen werden können. Die gemessene Radioaktivität entspricht dann der Konzentration der Immunkomplexe. Gibt es auch in einer Testpapier-Variante, die aber sehr ähnlich funktioniert, nur ohne die Radioaktivität.
3.) Radio-Immuno-Sorbent-Test: fast wie RAST, allerdings stehen hier die zugegebenen Antikörper in Konkurrenz zu den im Serum vorhandenen. Es stellt sich dann ein Gleichgewicht zwischen den hinzugefügten und vorhandenen ein. Hier ist aber der Gehalt an Antigenen im umgekehrten Verhältnis zum Meßwert (für Fachleute: umgekehrte Proportionalität). Auf diese Weise werden z:B. auch Hormone bestimmt.
Und schließlich hätten wir da noch das RIA (Radio-Immunassay), die ähnlich wie RAST und RIST funktionieren, aber empfindlicher und spezifischer reagieren. Hiermit kann man u.a. auch testen auf: Eiweiße, Hormone, Enzyme, Tumormarker und Medikamente in diversen Körperflüssigkeiten. Das Testprinzip beruht auf speziell markierten Antigenen, wird aber heutzutage mehr und mehr ersetzt durch nicht-radioaktive Testmethoden.
Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich. Sonst fragt einfach, ich werde mir dann Mühe geben, es noch einfacher hinzubekommen. Auf die Schnelle sollte das jedoch für’s Erste genügen.
Plagt Euch nicht zu sehr herum,
Greg
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